Das Webseiten 1x1 für Augenoptiker

 

Das Webseiten 1x1 für Augenoptiker

 

Eine Internetpräsenz ist der optimale Weg, die eigenen Alleinstellungsmerkmale hervorzuheben. Dabei geht es lange nicht mehr nur darum, eine Art Visitenkarte ins Netz zu stellen. Kunden informieren sich zunehmend genauer über die Produkte, die sie erwerben wollen. Diese Informationen sollten auf der Firmenseite zur Verfügung stehen. Zeitgemäße Augenoptiker haben schon lange erkannt, dass sie dem Kunden einen Mehrwert geben müssen. Dabei spielt es keine Rolle, wo der Schwerpunkt im Firmenprofil liegt. Egal ob Mode-, Kontaktlinsen- oder Optometriespezialist, die Homepage ist mitunter der erste Eindruck, den qualitätsbewusste Kunden bekommen. Und der muss sitzen!

Ein Webauftritt gehört mittlerweile zur Standardausrüstung in der Geschäftspräsentation. Was unterscheidet aber nun eine gute von einer schlechten Homepage? Auch wenn jede Optikerseite ihren ganz speziellen Kundenkreis ansprechen möchte, gibt es eine Reihe von Kriterien, die bei jedem Webprojekt zu beachten sind.

Domainnamen

Der Name zwischen „www.“ und „.de“ sollte kurz, einprägsam sein und in maximal drei Wörtern beschreiben, was sich hinter diesem Namen verbirgt. Die häufig anzutreffende Variante ist die Verbindung des Firmennamens mit dem Zusatz ‚Optik’. Egal, für welchen Namen sich entschieden wird, er soll dem Kunden keinen Zweifel daran lassen, dass sich hinter ihm verbirgt, wonach er sucht: Ihr Geschäft.

Verpackung

Neben handfesten Informationen dient die Seite zur Präsentation. Diese sollte unaufdringlich sein und den Fokus auf den Inhalt lenken. Das Menü kann die übliche Norm gern aufbrechen, solange das Grundziel der Seite nicht aus dem Auge verloren wird. Die graphische Unternehmensidentität, auch als Corporate Design bekannt, kann auf der Firmenhomepage wunderbar umgesetzt werden. Dazu gehören Firmenlogo, Schriftart und Farbgebung. Es kann nicht genug betont werden,die Firmenfarben sparsam einzusetzen. Auf einen Introfilm und „lustige“ Cliparts sollte verzichtet werden. Wenn Sie von einem Gestaltungszusatz, der keinen inhaltlichen Zusatznutzen hat, denken, er sei „cool“, lassen Sie ihn weg. Musik kann genutzt werden, um eine Stimmung zu erzeugen. Der Nutzer sollte jedoch immer die Möglichkeit haben sie abzuschalten.

Inhalt

Inhaltlich können Firmenhomepages in zwei Hauptkategorien eingeteilt werden. Die erste ist eine reine Visitenkarte im Netz. Die zweite bietet zusätzlich Mehrwert, indem sie erweiterte Informationen über Produkte, Dienstleistungen und Qualifikationen des gesamten Teams bietet. Beide Varianten haben ihr Für und Wider. Eines sollte ihnen gemein sein: Die klare Aussage darüber, welche Produkte und Dienstleistungen angeboten werden. Spezialisierungen müssen deutlich herausgestellt werden. Unterschwellig sollte immer die Frage beantwortet werden: „Warum soll der Kunde gerade bei uns kaufen?“


Bedienbarkeit

Benutzerfreundlichkeit ist wohl die schwierigste Herausforderung im Webdesign. Die durchschnittliche Zeit, die Nutzer auf einer Seite verbringen, wird zunehmend kürzer. Findet der Kunde nicht sofort nach den gesuchten Informationen, springt er weiter zur nächsten Seite. Die schönste Homepage bringt nichts,wenn der Kunde an der Bedienung scheitert oder sich in der Navigation verirrt. Eine intuitive und selbsterklärende Bedienung wird durch folgende Punkte begünstigt:

Einfacher Zugang. Viele Nutzer gehen für eine erneute Suche gern zum Anfangspunkt der Page. Es ist nicht für jeden logisch, dass ein Klick auf das Firmenlogo wieder zum Anfang leitet. Ein „Home“ oder „Startseite“ schafft hier Klarheit.

Übersichtlichkeit. Alle Hauptinhalte gehören auf die erste Seite. Mehr als sechs Menüpunkte sind zuviel. Ein verschachteltes Menü ist ebenso hinderlich. Ab der dritten Untermenüebene wird die Seite unübersichtlich. Alle diese Bemühungen zielen darauf ab, die Anzahl der nötigen Klicks zur gewünschten Information zu vermeiden. Es zeichnet sich ein Trend zu einseitigen Internetseiten im Blog-Stil ab, da sie sehr intuitiv zu bedienen sind.

Video einbinden. Mittlerweile lassen sich Videos von YouTube und Co problemlos in jede Homepage einbinden. Muss der Nutzer zwischen einem zweiseitigen Text oder einem zweiminütigem Video wählen, fällt die Entscheidung nicht schwer. Die Möglichkeiten reichen von der Vorstellung des Geschäfts bis hin zur Anleitung zum korrekten Ein- und Aussetzen von Kontaktlinsen.

Links hervorheben. Verweise auf weitere Informationen werden mit zusätzlichen Bildern und Piktogrammen besser visualisiert und verleiten schneller zum Klick, was wiederum die Verweildauer auf der Seite erhöht.

Text. Texte sind grundsätzliche kurz zu halten. Lange Passagen können dazu führen, dass der Besucher auf das Lesen allgemein verzichtet. Überschriften und wichtige Inhalte kommen besser zur Geltung, wenn sie deutlich hervorgehoben werden. Das durchschnittliche Surfverhalten ist auf ständige Aufmerksamkeit ausgerichtet. Verliert der Kunde das Interesse, wird er die Seite verlassen. Arbeiten Sie mit Bildern und Videos. Präsentieren ist immer wirkungsvoller als Beschreiben. Abkürzungen und Fremdwörter sind, wie auch beim Kundengespräch, zu vermeiden.

Test. Allgemeine Grundfunktionen einer Seite können zwar selbst getestet werden. Die Beurteilungder Bedienbarkeit und intuitiven Navigation hingegen erhält mehr Objektivität, wenn diese von unbefangenen und betriebsfremden Personen durchgeführt wird. Nur so können Fehler behoben und Verbesserungspotenzial aufgezeigt werden.

Gefunden werden

Damit die Webpage bei den gängigen Suchmaschinen wie Google so weit oben wie möglich gelistet wird, ist es sinnvoll, die Seite suchmaschinenfreundlich zu gestalten. Um eines vorwegzunehmen: Die Formel, nach welchen Kriterien dies geschieht, ist eines der bestgehütetsten Geheimnisse. Trotzdem gibt es allgemein  bekannte Tipps, die es den Suchmaschinen einfach machen, eine Internetseite zu finden.

Schlüsselwörter sind Wörter und Wortkombinationen, die Nutzer bei Google eingeben, um die gewünschten Informationen zu erhalten. Selbstredend sollten diese Worte im Text der Website oder zumindest im Quelltext der Page enthalten sein. Dabei ist es wichtig, welche Worte ein Laie benutzen würde, um das Geschäft zu finden.

Kein Flash. So schön es auch aussehen mag und so viele tolle Möglichkeiten es bietet - reine Flashseiten können von Google schlecht indexiert werden. Nebenbei kämpfen Seitenbesucher langsamer Internetverbindungen mit langen Ladezeiten. Kopieren von Texten, wie z.B. Anschrift und Öffnungszeiten, und die Darstellung auf Mobiltelefonen gestaltet sich mit Flash schwierig. Auch wenn mit neueren Versionen viele Nachteile ausgebessert wurden, bedarf es sorgfältiger Programmierung, um komfortabel zu navigieren. Direkte Links sind auf Flashseiten nur schwer zu integrieren und ein Speichern der Seiten für den Nutzer fast unmöglich. Wer trotzdem nicht darauf verzichten möchte, sollte sicherstellen, dass eine von Suchmaschinen lesbare HTML-Version parallel hinterlegt ist.

Relevant. Der beste Weg, um von Suchmaschinen gefunden zu werden, ist immer noch relevanten Inhalt zu bieten. Befinden Nutzer die Homepage für interessant, wird diese auch zunehmend von anderen Seiten empfohlen. Diese Verweise werden von Suchmaschinen registriert und positiv bewertet. Es gibt eine Reihe von Strategien die Anzahl dieser Links zu erhöhen. Eine Möglichkeit ist die aktive Teilnahme an sozialen Netzwerken und Onlineforen.


Mit der einmaligen Erstellung einer Webpage ist es nicht getan. Firmenprofil und Dienstleistungen sind auf dem neusten Stand zu halten. Eine Webpage gibt die Möglichkeit, Änderungen schnell und unkompliziert umzusetzen. Besucher werden die Seite öfter frequentieren, wenn sie mit neuen, interessanten Inhalten rechnen können.




Photo: re-ality

von Stefan Wabner, Erschienen im Focus 03/2010

 
 

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